Manteigas ist DAS Wandergebiet in Portugal und beherbergt die höchste Erhebung auf dem portugiesischen Festland, den Torre mit 1993 Metern Höhe. Da eine Strasse zu diesem «Gipfel» führt, hatte ich keine Lust darauf und wanderte die Route 4 der örtlichen Wanderwege. Diese stellte sich dann als eher lang heraus, war aber ein Highlight meiner Reise. Ich habe während Stunden keine Menschenseele gesehen und bin mit einer unglaublichen Weitsicht in alle Richtungen auf einer ewig langen Hochebene gewandert. Es war ein Erlebnis. Auch nach der Hälfte im sagenumwobenen Felsenhaus war ich alleine – oder gefühlt mit dem einen oder anderen Geiste seiner Zeit. Der Rückweg war mit Eichen und Edelkastanien gesät und ich fühlte mich etwas im Tessin wieder.
Das Dörfchen Mateigas war herzig, die Menschen sehr nett und die Preise ein Hohn – 2 Euro für Kaffee und Bier. Allerdings war mein gewähltes Nachtlager nicht ideal, die vielbefahrene Strasse war das eine, die Kopfpflastersteine das andere Übel. Ich habe die Nacht mit genug Schlaf überstanden, vielleicht lag es ja auch am leckeren Mittagessen. Es gab portugiesischen Weiss- und Rotwein, Salat und das Nationalgericht mit Kartoffeln und Kabeljau oder eben Bacalhau à Brás.
Leistung braucht immer Planung, alles andere ist Zufall.















